Papier vs. Medien

anders begreifenEs genügte einst, einen Ordner mit Papier zu einem Projekt zu füllen: Wer wissen will, kann lesen. Die Nutzung von audiovisuellen Medien hat die Art, wie wir Wissen sammeln, in kurzer Zeit enorm verändert. Der Siegeszug des Internet hat noch einen drauf gesetzt: Wir haben uns von Lesenden zu audiovisuell Wahrnehmenden entwickelt.

Eines bleibt gleich: Der Inhalt, der Sachverhalt einer Dokumentation soll so neutral wie möglich transportiert werden. Er darf sich nicht in der Form verstecken, sondern muss offen-sichtlich sein. Dabei wählt der Inhalt oft auch das Medium. Mal ist eine unkommentierte Bildstrecke dem Video vorzuziehen, mal ist ein reines Tondokument aussagekräftiger als die bunte Bildwelt.

Papier hat immer noch seine Berechtigung, ist immer noch der dauerhafteste Datenträger. Text, geschriebene Sprache ist Grundstein für jede medialen Umsetzung. Aber es kann nicht mehr vorausgesetzt werden, dass der Text allein die gewünschten Inhalte auch vollständig transportieren kann.