Schreiben im multimedialen Umfeld

anpassenDer Text hat seine Wichtigkeit nicht verloren, aber er wird nicht mehr mit der selben Aufmerksamkeit wahrgenommen. Lesen funktioniert nicht mehr nach denselben Gesetzmässigkeiten, seit die Schrift von den audiovisuellen Medien konkurriert wird. Das Internet hat die Wechselwirkung Auge-Text noch einmal grundlegend verändert.

So werden Texte im Internet in erster Linie wegen der grafischer Darstellung und als Teil des Layout beachtet, erst in zweiter Linie wegen ihres Inhalts. Umgekehrt wird es auch nie dazu kommen, dass Bücher durch das Internet oder das Fernsehen verdrängt werden, denn der Bezug zum Text ist innerhalb jedes Mediums ein anderer.

 

Umso umsichtiger muss mit Sprache gearbeitet werden, damit der Inhalt, die Textaussage in jedem Medium wirkt. Es macht keinen Sinn, Texte aus einem Medium unverändert in ein anderes Umfeld übertragen zu wollen. Je mehr der Text durch die anderen Medien unter Druck gerät, umso mehr muss er sich der jeweiligen neuen Umgebung anpassen - denn er ist fast immer noch der Haupt-Informationsträger.